Quo Vadis Raumfahrt ?

( Fortsetzung )

Auch auf russischer Seite gab es wenig spektakuläres im Bereich Raumfahrt. Nach der erfolgreichen bemannten Mondlandung der Amerikaner wurde das russische Mondlandeprogramm abruppt beendet. Es war ohnehin vom Pech verfolgt, denn den russischen Technikern gelang es nie die gigantische N1-Mondrakete zur Einsatzreife zu entwickeln. Nach mehreren Fehlstarts ( man spricht von 3 Fehlschlägen ) wurden die beiden letzten startbereiten N1 einfach auf den Startrampen gesprengt !

Als Antwort auf das amerikanische Space Shuttle wurde die Energija mit dem Raumgleiter Buran gebaut, der dem Space Shuttle verblüffend ähnlich sah. Leider absolvierte der Buran nur einen sehr erfolgreichen Testflug und wurde dann aus Geldmangel "eingemottet".

Bild oben: Die N1 A2 bei den Startvorbereitungen auf der Rampe

Bild oben: Die Energija-Buran bei den Startvorbereitungen auf der Rampe

Man baute die Raumstation MIR und erweiterte sie schrittweise. Aber nach dem Zusammenbruch der UDSSR waren auch hier kaum noch die Gelder für den Betrieb, geschweige denn für Erweiterungen der MIR vorhanden. Mit Geldern die die NASA für die Nutzung der MIR zahlte konnte die Station noch eine Zeit lang erhalten werden, aber nach Abschluß dieses russisch - amerikanischen Projekts und nach über 15 Jahren im Orbit wurde die MIR 2001 aufgegeben und kontrolliert zum Absturz gebracht. Von russischer Seite ist über zukünftige große Projekte nichts zu hören, mit Ausnahme der Beteiligung an der ISS, welche aber zu einem nicht unerhebliche Teil von den Amerikanern finanziert wurde. Allerdings trägt die russische Raumfahrtbehörde einen nicht zu bezahlenden Anteil zur ISS bei und das sind die Erfahrungen aus über 15 Jahren MIR-Betrieb. Für die Zeit nach Fertigstellung der ISS gibt es auch hier keine ( öffentlich bekannten ) Zukunftsprojekte.